Wem gehört das Wasser : unsere Position

Am 18. März 2013 wurde im deutschen Regionalfernsehen der Dokumentarfilm “Wem gehört das Wasser” ausgestrahlt. Der Film stellt die Aktivitäten von Nestlé Waters kritisch dar und gibt ein verzerrtes Bild von konkreten Projekten und unserer Arbeitsweise in verschiedenen Ländern. Im Folgenden finden Sie einige Informationen zu unseren Aktivitäten.  

Nestlé Waters ist ein verantwortungsbewusster Wassernutzer und fühlt sich einem guten Wasserressourcenmanagement verpflichtet.

Wir führen sorgfältige Umweltprüfungen und strenge Kontrollen der von uns ständig genutzten Wasserquellen durch. Darüber hinaus arbeiten wir regelmäßig mit den örtlichen Gemeinden zusammen, um dazu beizutragen, dass die Langzeitqualität und -quantität der Wasserquellen gewährleistet werden kann. Ein Beispiel dafür ist die Agrivair-Initiative bei den Vittel- und Contrex-Quellen in Frankreich. Ein weiteres Beispiel findet man im US-Bundesstaat Colorado, wo Nestlé Waters North America ein umfangreiches Projekt zur Wiedererschließung der Quelle der Marke Arrowhead betreibt, bei dem wichtige Feuchtgebiete und Uferzonen entlang des Arkansas River erweitert und geschützt werden. Außerdem unterstützt das Unternehmen Schulen und Organisationen vor Ort kontinuierlich.

In allen Ländern, in denen wir tätig sind, halten wir uns genau an die strengen Vorschriften und Regelungen zur Kontrolle unserer Tätigkeit. In Südafrika zum Beispiel überprüft das Ministerium für Wasserwirtschaft in unseren Anlagen alle fünf Jahredie Wassernutzung durch unser Unternehmen, und zwar zusätzlich zu Überprüfungen, welche Nestlé monatlich für das Ministerium durchführt. In Brasilien wird die Wassernutzung unseres Unternehmens streng vom Staatsministerium für Mineralgewinnung (DNPM ) und der staatlichen Umweltstiftung FEAM kontrolliert.

Nestlé Waters verbraucht vergleichsweise wenig Wasser.

Wir stehen lediglich für 0,0009 % der weltweiten Wasserentnahmen, im Vergleich zu den 70 % beziehungsweise 20 %, die der Landwirtschaft und der gesamtindustriellen Nutzung zuzurechnen sind. Wir optimieren ständig unseren Wasserverbrauch. Beispielsweise haben wir die für die Produktion von einem Liter Mineralwasser (für Reinigungs- und Kühlungsvorgänge) benötigte Menge an zusätzlichem Wasser in der Produktionsanlage von 2007 bis 2012 um 28 % reduziert.

Nestlé Waters räumt den Gemeinden vor Ort Priorität ein.

Nestlé Waters legt großen Wert auf gute Beziehungen und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden vor Ort. Zum Beispiel führen wir einen offenen Dialog mit der örtlichen Gemeinde in São Lourenço in Brasilien, wodurch wir in der Lage sind, die Erwartungen vor Ort besser zu erfüllen. Nestlé Waters hat beispielsweise die Sanierung des Kurbads im Park, der die dortige Quelle umgibt, unterstützt und sich für die Bewahrung der heimischen Pinien eingesetzt. Wir unterstützen außerdem kulturelle und informative Veranstaltungen, die eine große Anzahl Besucher in die Stadt São Lourenço locken. Dieser Dialog wird noch bereichert durch die Gründung der Organisation „Amigos do Parque”, einer Plattform zur Diskussion über Probleme und zukünftige Projekte zugunsten des Parks.
 

Nestlé Waters verpflichtet sich den gemeinsamen Geschäftsgrundsätzen des Unternehmens Nestlé, in denen das Recht auf Wasser Berücksichtigung findet

Nestlé unterstützt das Menschenrecht auf Wasser. Dieses Recht wird offiziell in unseren gemeinsamen Geschäftsgrundsätzen anerkannt. Flaschenwasser steht nicht in Konkurrenz zur öffentlichen Wasserversorgung als Hauptversorgungsquelle der gesamten Bevölkerung mit Trinkwasser. Allerdings kann Mineralwasser als alternative Quelle zur Versorgung mit sauberem Trinkwasser in Krisensituationen dienen, wenn die öffentliche Wasserversorgung vorübergehent beschädigt  oder nicht nutzbar ist. Beispielsweise hat Nestlé Waters während der Hilfseinsätze nach Hurrikan Sandy im Jahr 2012 Flaschenwasser gespendet. Wir sind uns auch der Tatsache bewusst, dass die einheimische Bevölkerung in bestimmten Regionen, in denen wir Anlagen betreiben, keinen freien Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, zum Beispiel in Südafrika. Nestlé Waters stellt der lokalen Bevölkerung kostenlos Wasser außerhalb des Betriebsgeländes zur Verfügung, außerdem erhält jeder Beschäftigte zwei Flaschen Wasser pro Tag.